Die Kartenansicht der Bundesnetzagentur (BNA) vom 21.06.2025 zeigt, dass es in Sitzenkirch kein Problem mit dem Mobilfunknetz gibt. Es gibt meist 4G (LTE) und nur an wenigen Stellen „kein Empfang“.
Dies ist aber leider nicht die Wirklichkeit – ist gibt praktisch kein nutzbares Mobilfunknetz.
Ende Mai 2025 habe ich in der Hoffnung auf Besserung zum Mitmachen bei der Funkloch-Messwoche aufgerufen. Einige haben das auch getan – danke dafür.
Es gibt kaum Funklöcher (BNA)
Wenn man sich die Ergebnisse dazu anschaut – und weiß, wie das Netz hier wirklich aussieht, dann fragt man sich zurecht:
Wie kann das sein?!

Die Karte der Bundesnetzagentur (vom 21.06.2025) zeigt kaum Probleme.
Hier kann man diese einsehen.
Bedauerlicherweise genügt es der Bundesnetzagentur, überhaupt ein Netz zu empfangen. Alleine damit wird in der Karte dann z.B. „4G“ eingefärbt. Ob das Signal ausreichend ist oder wie gut das Signal tatsächlich ist, wird jedoch nicht betrachtet!
Dabei weiß jeder, der ein Smartphone nutzt, dass mit „keinem“ oder „nur einem Balken“ das Mobilfunknetz so gut wie unbrauchbar ist.
Die bittere Realität
Wegen des ernüchternden Resultates habe ich nachgefragt und mir wurden über 15000 Messpunkte (aus der Funkloch-App) von verschiedenen Einwohnern zur Verfügung gestellt. 5500 davon im Radius von 3 Kilometern um Sitzenkirch – und diese habe ich mir genauer angeschaut.
Ich habe die Netzqualität in folgendes eingeteilt:
- Netz nicht nutzbar: RSRP ≤ -110 dBm
→ Verbindungen brechen häufig ab oder sind gar nicht möglich. - Schwaches Netz: RSRP -109 bis -90 dBm
→ Eingeschränkte Nutzung möglich, z. B. langsame Datenübertragung oder Verbindungsabbrüche. - Gutes Netz: RSRP ≥ -89 dBm
→ Stabile Verbindung mit guter Datenrate und Gesprächsqualität.
Dabei ist meine Einteilung sogar noch optimistisch. Viele Quellen sprechen schon ab -100dBm von einem „nicht nutzbaren Netz“ und erst bei -80dBm von „gut“. (z.B. hier: https://wiki.teltonika-networks.com)
Kein nutzbares Mobilfunknetz in Sitzenkirch
Das Ergebnis ist schnell und kurz erklärt: Es gibt kein nutzbares Netz in Sitzenkirch.
Auch wenn „LTE“ angezeigt wird, wird man weder telefonieren noch surfen können. Dies kann vermutlich jeder Einwohner, ohne lange zu überlegen, bestätigen.

In Dorfkern von Sitzenkirch gibt es nicht einmal ein „schwaches Netz“!
Wie kommt nun die BNA zu ihrem Ergebnis?
Auch das ist einfach: Wenn ich alles einfärbe, wo „ein Netz anzeigt wird“, dann sieht das so aus. Und das deckt sich dann auch gut mit dem Ergebnis der BNA; ist aber leider unbrauchbar.

Hier wird Netz angezeigt, aber es ist nicht nutzbar. Der RSRP Wert ist schlechter als -110dBm.
Interaktive Karte
Zu unseren Messungen gibt es eine interaktive Karte, wer möchte, kann diese gerne hier anschauen.
Hier können die verschiedenen Netzqualitäten ein-/ausgeblendet werden und auch die Auswertung der BNA lässt sich darüberlegen.

Wieso das Ganze hier?
Nun, in erster Linie zur Information und zur Transparenz.
Ich habe mir aufgrund der angekündigten Mobilfunk-Messwoche erhofft, dass nach den Enttäuschungen der Vergangenheit (siehe Mobilfunk-Seite) sich vielleicht endlich doch etwas verbessert in der Mobilfunkversorgung.
Relativ schnell habe ich dann gemerkt (und auch entsprechende Rückmeldungen erhalten – danke dafür!), dass zwar in der App „LTE angezeigt wird“, aber trotzdem „nichts funktioniert“.
Daraufhin habe ich bei breitbandbessung.de nachgefragt und die ernüchternde Antwort erhalten, dass nur ausgewertet wird, ob Netz vorhanden ist und nicht, ob es gut bzw. überhaupt nutzbar ist.
Das ist leider wieder ganz schön frustrierend.
Ich hoffe, die ganze Aktion ist nicht kontraproduktiv für Sitzenkirch und den Rest von Deutschland, denn aus deren Sicht gibt es ja kaum Funklöcher.
Für Fragen stehe ich wie üblich gerne zur Verfügung.
Viele Grüße
Tobias Buss
(Ortsvorsteher)
Sitzenkirch ruft zur Teilnahme an der bundesweiten Funkloch-Messwoche auf
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
unser schönes Sitzenkirch steht vor einer Herausforderung: eine unzureichende Mobilfunkversorgung. Trotz intensiver Gespräche mit verschiedenen Anbietern bleibt die flächendeckende Netzabdeckung aus, da wirtschaftliche Interessen oft über unsere Bedürfnisse gestellt werden.
Vom 26. Mai bis zum 1. Juni findet die erste bundesweite Mobilfunk-Messwoche statt. Mit der kostenlosen Breitbandmessung/Funkloch-App können Sie die Netzverfügbarkeit Ihres Mobilfunknetzes erfassen und so vorhandene Funklöcher dokumentieren. Die gesammelten Daten fließen in die Funklochkarte der Bundesnetzagentur ein und schaffen eine transparente Grundlage für zukünftige Verbesserungen.
So einfach geht’s:
- Laden Sie die App „Breitbandmessung“ aus dem App Store oder Google Play Store herunter.
- Führen Sie während Ihrer alltäglichen Wege Messungen durch.
- Die App erfasst automatisch die Netzqualität und meldet sie anonymisiert.
Jede Messung zählt und bringt uns dem Ziel einer besseren Mobilfunkversorgung näher. Zeigen wir gemeinsam, dass Sitzenkirch nicht übersehen werden darf!
Es gab in der Vergangenheit einige Versuche, die auch auf der Seite Mobilfunk zusammengefasst sind. Ich möchte trotzdem nichts unversucht lassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Tobias Buss
Ortsvorsteher
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir alle wissen es: Drahtlose Mobilfunktechnik ist völlig überholt! Wer verlässt sich im Jahr 2025 noch auf instabile Funksignale, wenn es doch viel bessere Alternativen gibt? Deshalb wird in unserem nächsten Bauabschnitt eine bahnbrechende Innovation eingeführt: Das weltweit erste „Kabelgebundene Mobilfunknetz“!

Schluss mit Funklöchern! Ab sofort gibt es in Sitzenkirch keine Verbindungsabbrüche mehr – weil das Netz nicht mehr in der Luft, sondern sicher unter der Erde verläuft. Einfach Smartphone per USB-Kabel anschließen und zuverlässig telefonieren!
5G war gestern – jetzt kommt 5G-USB! Statt sich mit schlechten Empfangsbalken herumzuärgern, bekommt jeder Haushalt direkten Zugriff auf eine fest installierte „Mobilfunksteckdose“. Nie wieder nerviges „Hallo? Hörst du mich noch?“!
Mobil unterwegs? Kein Problem! Für Spaziergänge oder Autofahrten gibt es praktische Verlängerungskabel (bis zu 25 m!). So bleibt ihr auch draußen bestens verbunden – und mit etwas Geschick lässt sich das Kabel sogar beim Radfahren nutzen.
Besonders nach den vielen erfolglosen Versuchen, die Mobilfunk-Infrastruktur zu verbessern, kommt diese Gelegenheit gerade richtig. Wir sind stolz, diesen Schritt in die Zukunft zu gehen und freuen uns, dass unser Ort damit die erste wirklich ausfallsichere Mobilfunkversorgung der Welt bietet!
Euer Ortsvorsteher
[bitte beachtet das Datum dieses Beitrags]
